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Infos für Handwerk/Dienstleistung


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Förderung und Soforthilfe

Vorschriften für Dienstleister/Handwerker

Bußgelder

Förderung und Soforthilfe

Um den Schaden für die Unternehmen in Folge der Corona-Krise abzumildern haben die Bundesregierung und das Land NRW umfangreiche Fördermaßnahmen in die Wege geleitet. Zu diesem Maßnahmenpaket zählen erleichterte Kurzarbeiterregelungen, Steuerstundungen oder Kreditprogramme (insbesondere für mittlere und große Unternehmen).

Für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen ist ein Soforthilfeprogramm aufgelegt worden, mit ein Beitrag zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von akuten Finanzierungsenfpässen in diesen Unternehmen schnell und unbürokratisch geleistet werden soll. In NRW können Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten von diesem Programm profitieren. Ab Freitag, 27. März 2020 soll eine Antragsstellung über das NRW-Wirtschaftsministerium möglich sein. Alle Informationen, Fördervoraussetzungen und Förderhöhen finden Sie auf dem Soforthilfe-Portal des Ministeriums. Informationen, Kontaktadressen und Links zu den weiteren Hilfsmaßnahmen für Unternehmen hat die Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketinggesellschaft auf Ihrer Internetseite zusammengestellt.

Vorschriften

Laut Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus (CoronaSchVO) können Handwerker und Dienstleister grundsätzlich ihrer Tätigkeit weiter nachgehen, wenn Vorkehrungen zum Infektionsschutz gewährleistet werden können. Für einige Berufsgruppen gelten allerdings Ausnahmen.

Handwerker mit Geschäftslokal

Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör. Gesundheitsorientierte Handwerksleistungen, die zur Versorgung der betreffenden Person dringend geboten sind bleiben gestattet, wenn die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.
In den Geschäftslokalen sind die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu treffen.

Friseure und Nagelstudios

Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt.
Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Bußgelder

Die Landesregierung hat einen umfangreichen Bußgeldkatalog zur Coronaschutz-Verordnung erlassen. Unter anderen werden bei Verstößen folgende Bußgelder fällig:

Verstoß gegen das Verkaufsverbot:
Betriebsinhaber, bei jur. Personen Geschäftsführung o.ä. > 2.000 Euro

Nichtbeachtung der normierten Sicherheitsvorkehrungen:
Betriebsinhaber, bei jur. Personen Geschäftsführung o.ä. > 1.000 Euro

Erbringung der dort genannten Dienst-/ Handwerksleistungen:
Betriebsinhaber, bei jur. Personen Geschäftsführung o.ä. > 2.000 Euro

Leistungserbringung ohne Nachweis der medizinischen Notwendigkeit bzw. Leistungserbringung ohne Schutzmaßnahmen:
Person, die die Dienst-oder Handwerksleistung erbringt > 1.000 Euro