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Interaktives Theater im PAN Kunstforum


Die Schauspieler des Forumtheaters inszene e.V.

„Was Menschen erleben, deren Name oder deren Aussehen auf eine (vermeintlich) andere Herkunft hindeutet, ist für die allermeisten, die schon immer hier leben, nur schwer nachvollziehbar,“ so Friderike Wilckens-von Hein, Initiatorin des Forumtheaters inszene e.V., das jetzt im PAN angetreten ist, um genau dies zu ändern. Erlebbar machen, wie zum Teil offen und zum Teil subtil Ausgrenzung funktioniert - ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Begegnungscafé für Geflüchtete - und wie diese auf die Betroffenen wirkt, das war ein zentrales Anliegen des Theaterensembles.
Ausgehend von den Szenen auf der Bühne, ging es für das Publikum aber vor allem darum, gemeinsam praktische Lösungen zu finden, wie den dargestellten Situationen eine neue Wendung gegeben werden kann. „Es muss immer darum gehen, dass der Mensch mit all seinen Facetten wahrgenommen und nicht auf die zugeschriebene Herkunft reduziert wird“, so ein zentraler Beitrag einer Teilnehmerin. Dass dies auf unterschiedlichen Wegen gelingen kann und dass auch nicht direkt Beteiligte dazu einen wichtigen Beitrag leisten können, das war die motivierende Botschaft des Nachmittags, der durch die Jugendpflege der Stadt Emmerich am Rhein mit Unterstützung durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen für Pädagogen, Sozialarbeiter und Fachkräfte organsiert worden war.Doch wie lang und mühsam dieser Weg sein kann, wurde dank eines Erfahrungsberichts aus dem Publikum ebenfalls ganz deutlich: „Als ich 2016 nach Deutschland kam, wurde mir beispielsweise von Nachbarn sofort geholfen. Dafür bin ich dankbar. Aber jetzt, wo ich keine Unterstützung mehr brauche, sondern mich einfach nur unterhalten möchte, gibt es kaum noch Kontakt. Auch wenn ich froh bin, dass ich hier bin, richtig angekommen fühle ich mich noch nicht.“ Neben den Szenen auf der Bühne sind es Beiträge aus dem Publikum wie dieser, die sicher noch länger bei den Teilnehmenden nachwirken werden.