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70-3 Benutzungsordnung der Sperrgutannahmestelle

Benutzungsordnung der Sperrgutannahmestelle der Stadt Emmerich am Rhein vom 14.12.2016

Die Benutzungsordnung gilt für die Sperrgutannahmestelle auf dem städtischen Baubetriebshof der Stadt Emmerich am Rhein, Blackweg 40 in 46446 Emmerich am Rhein

Für die Anlieferung von Sperrgut am Baubetriebshof gelten nachfolgende Regelungen:

Bestimmungen der Sperrgutannahmestelle

(1) Abfälle aus der kommunalen Entsorgung, soweit nicht über die Systemgefäße der Stadt erfasst, können in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei von den Emmericher Bürgerinnen und Bürgern abgegeben werden. Die haushaltsübliche Menge wird auf maximal 3 cbm über alle Sperrgutarten beschränkt. Sie müssen aus dem eigenen privaten Haushalt oder vom eigenen Grundstück innerhalb Emmerichs stammen.
Mengen über 3 cbm oder nicht aus Emmerich werden nicht angenommen.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Abfälle

  • Elektro- und Elektronikschrott aus privaten Haushalten
  • Sperrgut in haushaltsüblichen Mengen
    Unter Sperrgut ist sperriger Hausrat, der üblicherweise bei einem Wohnungswechsel mitgenommen würde:
    - Polstermöbel
    - Möbel und Möbelteile aus Altholz
    - Möbel und Möbelteile aus Altmetall
    - Kältegeräte
    - sperrige Elektrogeräte
    - Spül- und Waschmaschinen
    - Elektroherde

Nicht zum Sperrgut gehören Bauschutt, Baustellenabfälle, wie z.B. Bauholz, Paneele, Dielen, Parkett, Wandvertäfelungen, Gebäudebestandteile, wie Türen, Fenster, Treppen, Zäune, sanitäre Einrichtungen, etc. Auch Kfz-Bestandteile und mit Kraftmotoren betriebene Geräte sowie größere Mengen an Geschirr gehören nicht zum Sperrgut.
Ebenso gehören Gegenstände, die der Größe nach über den 240 Liter Restmüll-Behälter oder über den zusätzlich zu erwerbenden Restmüllüberhangsack (70 Liter) entsorgt werden können nicht zum Sperrgut.

Darüber hinaus werden

  • Metallschrott und
  • Papier und Kartonagen

kostenfrei angenommen.

Annahme von Abfällen gegen eine Gebühr
  • Sperriger Grün- und Gartenabfall, Ast- und Strauchwerk (soweit nicht über die Biotonne erfassbar) mit einem max. Durchmesser von 10 cm, keine Wurzeln,
    gegen eine Gebühr von 0,16 € pro Kilogramm (1 cbm 10,00 €)
  • Grünabfall wie Laub und Heckenfeinschnitt, die auf Grund der Menge kurzfristig nicht über die Biotonne entsorgt werden können
    gegen eine Gebühr von 0,16 € pro Kilogramm (100 Liter 4,00 €)
  • Restabfälle können
    gegen eine Gebühr von 0,20 € pro Kilogramm entsorgt werden. (70 Liter 6,00 €)
    Hierunter fallen z.B.
    - Außenjalousien und Außenrollos 1 m (10,00 Euro)
    - Bauholz, Pressspanplatten für 1 cbm (10,00 Euro)
    - Bodenbeläge wie Holzdielen, Laminat, PVC-Böden, Teppichfliesen, Teppichreste über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Dachpappe über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Dachrinnen (PVC) lfd. Meter (1,00 Euro)
    - Dämmstoffe über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Duschwände pro Wand (5,00 Euro)
    - Fassadenverkleidung, Holz für 1 cbm (10,00 Euro)
    - Fensterrahmen ohne Glas über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Fensterglas über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Fußleisten über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Gartenzäune bis 1 Meter Höhe lfd. Meter (3,00 Euro)
    - Haustüren pro Stück (6,00 Euro)
    - Hausrat, Kleinteile wie Geschirr, Besteck, Vasen usw. über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Holzvertäfelung über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - PVC-Rohre über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Sichtschutzwände lfd. Meter (5,00 Euro)
    - Spiegel über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Tapetenreste über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Türrahmen pro Stück (5,00 Euro)
    - Wellplastik über den Volumenmaßstab 70 Liter für (6,00 Euro)
    - Zimmertüren pro Stück (5,00 Euro)

Bei Ausfall der Waage gelten die in Klammern aufgeführten Gebührensätze.
Schadstoffe (nur über das Schadstoffmobil an den festgelegten Tagen, siehe Abfuhrkalender)

(2) Die Anlieferer haben zuerst beim Aufsichtspersonal zu melden und die vollständig ausgefüllte Anlieferkarte mit den Angaben des Anliefernden (Annahme, Anlieferadresse, Telefonnummer), Angaben des Abfallerzeugers, Art der angelieferten Abfälle und deren Menge sowie das Kfz-Kennzeichen des anliefernden Kfz dem Aufsichtspersonal zu übergeben. Die Anlieferkartenvordrucke erhält man bei der Abfallberatung der Stadt, an der Information der Stadtverwaltung oder an der Sperrgutanlieferstelle.

(3) Eine kostenfreie Annahme ist nur dann gewährleistet, wenn der Anlieferer sich Gegenüber dem Bedienungspersonal entsprechend Punkt 2 ausweist. In Zweifelsfällen ist das Aufsichtspersonal berechtigt, die Annahme zu verweigern. Ferner ist das Aufsichtspersonal befugt, die angelieferten Abfälle auf kostenfreie Annahmezulässigkeit und ordnungsgemäße Trennung zu prüfen. Die jeweils angelieferten Mengen und Gegenstände sind entsprechend der Anweisungen des Aufsichtspersonals in die hierfür bereit gestellten und gekennzeichneten Container einzubringen.

(4) Bei einer gebührenpflichtigen Anlieferung wird das Fahrzeug ggf. mit Anhänger im beladenen Zustand gewogen. Nach der Entladung, die entsprechend den Anweisungen des Aufsichtspersonals in die hierfür bereitgestellten und gekennzeichneten Container zu erfolgen hat, erfolgt eine erneute Wägung von Fahrzeug und ggf. Anhänger. Es wird ein Wiegebelegt erstellt. De Abrechnung erfolgt auf Grundlage des hierbei festgestellten Taragewichtes nach o.g. Gebührensätzen.

(5) Den Anweisungen des Aufsichtspersonals ist unbedingt Folge zu leisten. Im Konfliktfall ist das Bedienungspersonal berechtigt, vom Hausrecht Gebrauch zu machen und den Anlieferer vom Gelände des städtischen Baubetriebshofes zu verweisen.

(6) Über die Bedingungen dieser Benutzungsordnung hinaus gilt die Abfallentsorgungssatzung der Stadt Emmerich am Rhein in der gültigen Fassung.

 

zuletzt geändert 09.01.2017