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Inhalt

52-3 Richtlinien zur Sportförderung in der Stadt Emmerich am Rhein vom 29.05.2013

Richtlinien zur Sportförderung in der Stadt Emmerich am Rhein vom 29.05.2013

Präambel

Die Stadt Emmerich am Rhein setzt sich zum Ziel, das vorhandene und sich erweiternde, bzw. verändernde Spektrum sportlicher Aktivitäten zu fördern. Ausdrücklich wird die Arbeit der gemeinnützigen Sportvereine unterstützt, breit gefächerte Angebote zur sportlichen Freizeitgestaltung allen Einwohnern, jedoch insbesondere den Kindern und Jugendlichen, zu ermöglichen.
Neben dem Schul- und Breitensport, findet in angemessenem Rahmen auch die Förderung des Leistungssports ihre Berücksichtigung.
Die Stadt Emmerich am Rhein stellt im Rahmen dieser Sportförderung finanzielle Mittel zur Erstellung und Erhaltung der Sportstätten in Emmerich am Rhein und zur Förderung des Vereinssports im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Verfügung.
Mittel, die das Land über die Sportförderpauschale zur Verfügung stellt, werden zur Erhaltung und ggf. zum Ausbau der Sportanlagen in Emmerich am Rhein eingesetzt. Dabei handelt es sich um städtische und vereinseigene Sportanlagen.
Bei der Verteilung finanzieller Mittel, die durch die Stadt im Rahmen dieser Richtlinie zur Verfügung gestellt werden, genießt die Jugendförderung eine Vorrangstellung.

§ 1 Berechtigte

(1) Die Stadt Emmerich am Rhein stellt die städtischen Sportanlagen und Schulsportanlagen den Emmericher Bürgerinnen und Bürgern für sportliche Betätigungen im Rahmen der dazu erlassenen Satzungen und Ordnungen zur Verfügung, soweit eine schulische oder andere vorrangige Nutzung nicht gegeben ist. Städtische gemeinnützige Sportvereine werden dabei bevorzugt berücksichtigt.

(2) Die Sportförderung im Sinne dieser Richtlinie umfasst neben den Sportvereinen auch andere städtische Vereine, die im weiteren Sinne die Gesundheit fördern.

§ 2 Sportförderung

(1) Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten stellt die Stadt finanzielle Mittel für die Sportförderung den in § 1 Abs. 2 genannten Berechtigten zur Verfügung.
Hierdurch können gefördert werden
a) Kosten für die von den Vereinen für ihre vereinseigenen Sportanlagen gepachteten Grundstücke
b) Kosten für die Unterhaltung vereinseigener Sportanlagen einschließlich der dafür notwendigen Geräte und deren Wartung (z. B. Rasenmäher).
Für die vereinseigenen Sportanlagen werden nachfolgende Pauschalen gewährt:

  1. pro Fußballplatz (Rasen- oder Tennenplatz) 750,00 €
  2. pro Tennisplatz, wenn ein Vereinsheim für andere Sportarten bereits vorhanden ist 100,00 €
  3. pro Tennisplatz, wenn das Vereinsheim lediglich für die Sportart Tennis vorgesehen ist 125,00 €
  4. pro Reitplatz (Spring- oder Turnierplatz) 350,00 €
  5. pro Leichtatlethikanlage (umfasst: alle Nebenkosten für Vereinsheim, Nebenanlagen, Flutlicht, Strom, Umkleide-, Dusch- und Toilettenanlagen, usw.) 1.000,00 €
  6. pro Vereinsheim ohne weitere Anlagen 250,00 €
  7. pro Vereinsheim mit Anlagen (wie z. B. Kanu Verein) 500,00 €

c) Zuschüsse zur Anschaffung von Sportgeräten
d) Zuschüsse an die Schwimmsport treibenden Vereine für die kostenpflichtige Bädernutzung
e) Zuschüsse für die allgemeine Jugendarbeit in den Sportvereinen
f) Zuschüsse für die Arbeit und Veranstaltungen des Stadtsportbundes.

(2) Investive Maßnahmen von Sportvereinen für vereinseigene Sportanlagen können mit einem Zuschuss von maximal 50 % bis zum Höchstbetrag von 50.000 Euro pro Jahr gefördert werden, sofern hierfür Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Die Beantragung der Förderung hat vor Beginn der Maßnahme zu erfolgen. Die Auszahlung erfolgt nach Rechnungslegung. Die Möglichkeit, Eigenleistungen der Vereine anzuerkennen, ist im Vertrag mit dem SSB (§ 2) geregelt.

(3) Die kommunale Aufgabe zur Erhaltung von Bausubstanz aus dem Leitbild der Stadt (unter 1.1 verankert) bezieht ausdrücklich auch alle städt. Sportanlagen (Sporthallen, Stadion, Skateranlage, etc.) mit ein.

§ 3 Sonderregelungen

(1) Die Stadt behält sich das Recht vor, bestimmte Sportstätten nicht gem. § 1 zur Verfügung zu stellen und ggf. für diese Anlagen Sonderverträge abzuschließen.
Das Einvernehmen mit dem SSB ist herzustellen.

(2) Die Stadt kann Aufgaben der Sportförderung dem Stadtsportbund vertraglich übertragen. Der Vertrag hat Durchführungsrichtlinien, insbesondere auch zum Rahmen der Sportförderung (§ 2), zu enthalten.

§ 4 Inkrafttreten

Diese Richtlinien treten am 29.05.2013 in Kraft und ersetzen die Richtlinien zur Sportförderung in der Stadt Emmerich am Rhein vom 15.10.2003.