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Museum für Kaffeetechnik

Foto der Kugelröster im Museum für Kaffeetechnik

In der mehr als einhundertvierzigjährigen Firmengeschichte hat die Firma Probat die Kultivierung des Kaffees begleitet und mit geprägt. Das bezeugt das Museum für Kaffeetechnik.
Historische Röstmaschinen aus eigener und fremder Produktion zeigen die Entwicklung der Rösttechnik und sind Beweise für die best mögliche Kaffeeveredelung.

Hintergründe

Ab 1864 wurden erstmals Kaffeeröstgeräte industriell hergestellt, nachdem zuvor über einem offenen Feuer angebrachte Geräte verwendet wurden.
So kam der Emmericher Kaufmann und Importeur von Rohkaffee, Alexius van Gülpen, auf die Idee, den Kunden frischen Röstkaffee im Einzelhandel an zu bieten. Hierzu brauchte man jedoch Röstmaschinen mit einem großen Fassungsvermögen. Zusammen mit dem Ingenieur Theodor von Gimborn und dem Kaufmann Johann Heinrich wurde im Jahre 1868 die Emmericher Maschinenfabrik und Eisengießerei van Gülpen, Lensing und von Gimborn gegründet.
Aus dieser Verbindung entstand der legendäre Emmericher Kugelröster für Füllgrößen von zweieinhalb Kilogramm bis einhundertzwanzig Kilogramm. Bereits 1880 wurden jährlich sechstausend dieser Röster verkauft. Im Jahr 1900 verließ der fünfzigtausendste das Unternehmen, der einhunderttausendste folgte 1938.
Die Entwicklung des Unternehmens setzte sich positiv fort, so dass der Vorgänger der heutigen Probatwerke zum Weltmarktführer auf diesem Gebiet wurde.

Foto aus dem Museum für Kaffeetechnik

Ausstellung

Kugelröster der ersten Generation zählen zu den augenfälligsten Museumsstücken des Kaffeeröstmuseums. Im Hauptraum des mehr als 600 Quadratmeter großen Museumstraktes und auf dem Freigelände sind zirka 1000 historische Ausstellungsstücke zu sehen, darunter Röstmaschinen aus dem Inland und aus dem Ausland.
Sie zeigen die Entwicklung vom Kugelröster über den patentierten Emmericher Schnellröster bis zu vollautomatischen Röstanlagen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Drüber hinaus zeigt das Museum eine Sammlung von mehr als 560 Haushaltsmühlen und gewerblichen Kaffeemühlen, sowie eine Ladeneinrichtung, wie sie etwa um 1900 zahlreich zu finden war.

Entstehungsgeschichte des Museums

Durch den Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Dokumente und umfangreiche Kenntnisse vernichtet. Nach dem Krieg mussten technische Unterlagen wieder angeschafft werden, um die Nachfrage nach Ersatzteilen und neuen Kaffeeröstmaschinen sowie Maschinen zur Röstung von Kakao, Malz und Getreide befrieden zu können.
Hieraus ergab sich eine Suche von Firmenmitarbeitern nach den Unterlagen und Maschinen.
Im Laufe der Jahre sammelte so Carl Hans von Gimborn historische Röstmaschinen in verschiedenen Größen und unterschiedlichen Alters.
Anhand dieser Sammlung können heute Mitarbeiter, Auszubildende und die Öffentlichkeit einen Einblick in die Entwicklung der Rösttechnik bekommen.

Weiterführende Informationen


Kontakt

Museum für Kaffeetechnik
Probat-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH
Frau Tina Abbing
Reeser Straße 94
46446 Emmerich am Rhein

Telefon: 0 28 22 / 9 12-200
E-Mail: t.abbing@probat.com

Öffnungszeiten
Nach vorheriger Terminvereinbarung von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr.

Eintrittspreise
6.- € pro Person (dies beinhaltet eine Röstvorführung auf einem historischen Probenröster sowie Kaffee & Gebäck)

Teilnehmerzahl
min. 10 Personen bis max. 50 Personen

 

Info

Ein Museumskatalog, der die Geschichte der Kaffeerösttechnik beschreibt und viele Abbildungen der Ausstellungsstücke enthält, ist für 5 Euro erhältlich.
Das Museum ist behindertengerecht ausgestattet.