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Multi-Kulti ist Programm in Emmericher Kitas

Multi-Kulti ist Programm in Emmericher Kitas

Es ist nicht neu, dass sich in den Emmericher Kitas Kinder unterschiedlicher Herkunft treffen. Allerdings ist es schon neu, dass sich Erzieher/innen aus den Kitas mit Experten aus anderen Ländern zum Austausch und zur Diskussion treffen. Den Auftakt dazu hat der Kindergarten Polderbusch gemacht und zum syrischen/ arabischen Nachmittag eingeladen. „Ich habe mir das Land Syrien ausgesucht, weil ich es spannend finde, mehr aus der dortigen Kultur zu erfahren. Wir haben syrische Kinder in unserer Einrichtung und kommen auch gut zurecht, aber Fragen hat man trotzdem“ sagt Kerstin Kleen, Leiterin der Kita Polderbusch.

21 Erzieherinnen und zwei Vertreter der Stadt waren gekommen, um den Erzählungen von Mohamad Abdulkader, der Journalist in Syrien war, seiner Schwester Haifa, und Hamid Benouazzi, der aus Marokko kommt und schon in vielen Ländern gelebt hat, zu folgen. Dabei ging es um Fragen nach Bildungseinrichtungen wie Kita und Schule, aber auch um Gewohnheiten in der Familie. „Ich kann jetzt bestimmte Verhaltensweisen besser einordnen und kann somit auch besser auf die Eltern eingehen“ sagt eine Erzieherin nach dem Vortrag.

Die Idee zu der Reihe, denn es wird weitere Nachmittage zu anderen Ländern geben, ist bei einem Netzwerktreffen von pro kids entstanden. „Pro kids gibt es ja schon seit 2010 und wir haben in dieser Zeit wirklich viel gemacht. Wir haben nach neuen Ideen gesucht, was wir noch gemeinsam machen können. Für mich ist wichtig, dass das Netzwerk das gemeinsam entscheidet und ich nicht irgendwas vorgebe, was keinen Praxisbezug hat,“ berichtet Gaby Niemeck, Koordinatorin von pro kids, „die Idee fanden alle gut und es ist wirklich spannend mehr über andere Länder zu erfahren. Das hätten wir schon viel früher machen sollen.“

Als nächstes wird es einen polnischen Nachmittag geben und weitere Länder werden folgen.