
Das Rheinmuseum ist aus dem Heimatmuseum der Stadt Emmerich am Rhein entstanden. Dieses war seit 1900 an verschiedenen Standorten untergebracht und wurde im Jahr 1944 zerstört.
1964 wurde das Heimatmuseum am Martinikirchgang als Rheinmuseum im sogenannten Kulturhaus eingerichtet. Hier war auch bis 1982 die Stadtbücherei untergebracht. Ebenso hatte das Stadtarchiv hier seine Räume und ist bis heute im gleichen Haus beherbergt.
1999 wurde das Museum erweitert und hat seitdem ein Freigelände, wo große Gegenstände aus der Schifffahrt ausgestellt sind.
Träger des Museum ist der Emmericher Geschichtsverein e.V..

Das Rheinmuseum Emmerich stellt die Entwicklung der Rheinschifffahrt und die Verbindung der Stadt zum Rhein aus.
An Hand von mehr als 140 Modellen , vom Einbaum bis zum Schubverband, wird diese Entwicklung dokumentiert. Neben vielen Fotodokumentationen über das Leben und Arbeiten am Rhein, ergänzen Schiffsteile vom Anker bis zum Seitenschwert, Ausrüstungsgeräte und Schiffsglocken das umfangreiche Museumsgut.

Außerdem beherbergt das Museum ein Ein-Mann-U-Boot des Typs „Biber" aus dem Zweiten Weltkrieg, das auf dem Freigelände neben vielen weiteren schifffahrtstypischen Dingen gezeigt wird.
Zwei funktionstüchtige Radaranlagen und nautisches Gerät geben einen Einblick in die Arbeit der Schiffer. In wie weit das Leben der Einwohner und ebenso die Geschichte der Stadt Emmerich am Rhein durch die Lage am Strom beeinflusst wurden zeigt eine gesonderte Abteilung.

Bodenfunde, detailreiche Modelle, sowie Gemälde, Grafik und Fotos lassen die Geschichte der Stadt lebendig werden. Fischpräparationen und Ausrüstungsteile eines Rheinfischers dokumentieren das alte Gewerbe der Rheinfischerei.
Die Original Christophorusfigur aus dem Christoffeltor, die im 15. Jahrhundert aus Eichenholz gefertigt wurde, hat ebenfalls einen Platz im Museum gefunden. Ortsgeschichtliche und kunstgeschichtlich bezogene Wechselausstellungen runden das umfangreiche Angebot ab.
Stadt Emmerich